- Erstellt von Matthias Glaese, zuletzt aktualisiert von Bjoern Nicklaus am 31.12.2025 Lesedauer: 2 Minute(n)
Meerwasser stellt eine besondere Herausforderung für die Geräte dar. Das Eindringen von Salzwasser kann die Elektronik und das Gehäuse beschädigen, was zu Funktionsstörungen oder sogar zum Totalverlust des Gerätes führen kann. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, Handfunkgeräte nach Kontakt mit Seewasser richtig zu reinigen und zu pflegen.
Warum ist Meerwasser so gefährlich für Handfunkgeräte?
Meerwasser enthält Salz, das sich auf der Oberfläche von Geräten ablagern kann. Diese Salzablagerungen können auf zwei Arten schädlich sein:
Korrosion: Das Salz im Wasser kann die Metallteile eines Handfunkgeräts angreifen und oxidieren, was zu einer Korrosion der Elektronik oder der Anschlüsse führen kann. Dies reduziert die Lebensdauer des Geräts erheblich und kann die Funktionalität beeinträchtigen.
Verklebung und Blockierung: Wenn Seewasser in die Geräteschlitze oder -öffnungen eindringt und dann verdunstet, bleiben die Salzkristalle zurück. Diese können Krusten bilden und bewegliche Teile blockieren oder die Belüftung des Geräts beeinträchtigen, was zu Überhitzung oder Fehlfunktionen führt.
Wichtige Schritte nach Kontakt mit Meerwasser
1. Sofortige Reinigung mit Süßwasser
Nach dem Kontakt mit Meerwasser sollte das Handfunkgerät mit Süßwasser (z.B. Leitungswasser) gespült werden. Dies verhindert, dass Salzreste zurückbleiben und Schäden verursachen.
Wie geht das?
Stelle sicher, dass das Gerät ausgeschaltet ist.
Spüle das Handfunkgerät gründlich unter fließendem Süßwasser ab (kein Hochdruckreiniger oder harter Wasserstrahl!). Dabei sollten alle Öffnungen, Tasten und Anschlüsse gut gereinigt werden.
Vermeide die Verwendung von Reinigungsmitteln, da diese das Gerät ebenfalls beschädigen können.
Wische das Gerät mit einem sauberen, weichen und nicht fusselndem Tuch ab.
- Lasse Wasser zwischen Akku und Funkgerät gut abtropfen.
2. Tägliche Pflege und Reinigung
Wenn das Handfunkgerät regelmäßig mit Meerwasser in Kontakt kommt, ist eine tägliche Reinigung unerlässlich:
Wiederhole die Spülung mit Süßwasser täglich.
Achte darauf, dass alle Bereiche des Geräts – insbesondere Anschlüsse, Tasten und das Mikrofon – gut abgetrocknet werden, um Korrosion zu vermeiden.
3. Trocknung und Lagerung
Nach der Reinigung sollte das Gerät gut getrocknet und an einem trockenen, gut belüfteten Ort aufbewahrt werden. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in das Gerät gelangt.
Nicht in direkter Sonne oder auf einer Heizung trocknen, da dies die Elektronik schädigen könnte.
- Niemals ein noch feuchtes Gerät in eine Ladestation stellen! Noch abtropfendes Wasser kann das Ladegerät zerstören.
Wichtige Zusatzhinweise
Überprüfung auf Beschädigungen: Wenn das Gerät Anzeichen von Korrosion oder anderen Schäden aufweist, sollte es sofort von einem Fachmann überprüft und gegebenenfalls repariert werden.
IP-Schutzklasse beachten: Viele moderne Handfunkgeräte haben einen IP-Schutz (z.B. IP67), der das Gerät vor eindringendem Wasser schützt. Dennoch ist auch bei Geräten mit IP-Schutz eine regelmäßige Reinigung nach Kontakt mit Seewasser ratsam, da Salzablagerungen selbst durch einen gewissen Schutz hindurch gelangen können.
Fazit
Meerwasser ist eine der größten Gefahren für Funkgeräte und kann zu ernsthaften Schäden führen, wenn nicht schnell und richtig reagiert wird. Eine tägliche Reinigung mit Süßwasser ist der einfachste und effektivste Weg, das Gerät vor den schädlichen Auswirkungen von Salz und Korrosion zu schützen und die Lebensdauer des Funkgerätes zu verlängern.
Durch präventive Maßnahmen und regelmäßige Pflege kann sichergestellt werden, dass das Funkgerät in jeder Situation zuverlässig funktioniert, auch wenn es mit Meerwasser in Kontakt kommt.
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